Maximilian Gerhards

Freiwilligendienst im Nordosten von Brasilien

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Marienburg,

mein Name ist Maximilian Gerhards, seit August diesen Jahres arbeite ich als weltwärts-Freiwilliger für das Bildungszentrum Mandacaru in Pedro II, einer kleinen Stadt im Nordosten von Brasilien. Nach meinem Abitur im März dieses Jahres habe ich beschlossen einen sozialen Friedensdienst über die Organisation SoFiA e.V. Bistum Trier zu machen.

Centro de Formação Mandacaru

Mandacaru ist eine Organisation, deren Ziel es ist die Lebensumstände der Kleinbauern und deren Familien in der Stadt Pedro II zu verbessern. Hierzu ist sie in verschiedenen Bereichen tätig, aufgeteilt in den Kindergarten „Asa Branca“, die Schule „Ecoescola Tomas à Kempis“ mit Mittel- und Oberstufe, CEBI (Bibelkreise), Agricultura Familiar (Landarbeiterfamilien) und Zisternenbau. Mandacaru ist als Verein strukturiert. Als Fundament der Arbeit gilt das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ und ein christliches Menschenbild.

Ökoschule

Die Ökoschule hat das Konzept, den etwa 150 Schülerinnen und Schülern neben dem normalen Lernstoff auch Kenntnisse über die Natur und ökologische Landwirtschaft näher zu bringen. Hierzu betreibt die außerhalb der Stadt gelegene Ganztagschule einen Garten mit Obst wie Mango, Maracuja, Papaya sowie Gemüse wie Zwiebeln, Salat, Karotten und vielem mehr. Außerdem werden Hühner, Schweine und Ziegen gehalten. Alles was im Garten wächst wird in der Schulküche verwendet und fließt in den Speiseplan der Schüler mit ein. Die Klassen helfen abwechselnd bei der Bewirtschaftung der Gärten. Die Schüler kommen hauptsächlich aus Gemeinden im interrior, nur in Ausnahmefällen bekommen Schüler aus der Stadt einen Platz in der Schule.

Weiterführende Informationen zu Mandacaru und der Ökoschule gibt es auch in diesem YouTube-Video.

Meine Tätigkeit

Als Freiwilliger helfe ich grundsätzlich in allen Bereichen von Mandacaru, insbesondere jedoch in der Ökoschule. Ich unterstütze die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer bei der Bewirtschaftung der Felder, der Versorgung der Tiere, spiele mit den Schülern in der Mittagspause, helfe in der Küche oder gebe Englisch-Unterricht, wenn ein Lehrer ausfällt. 
Die Frage, warum ich diesen Freiwilligendienst mache, habe ich mir oft gestellt. Die Antwort hat sich im Laufe der Zeit verändert. Eine Hauptmotivation ist es jedoch, über den Dienst einen kulturellen Austausch und ein gegenseitiges Lernen zu ermöglichen. Daher schreibe ich alle zwei Monate einen Rundbrief an meinen Unterstützerkreis. Dieser wird auch im Internet unter sofia-blog.de veröffentlicht. Ich fühle mich hier in Pedro II und bei Mandacaru wohl und bin glücklich darüber, mich hier einbringen zu können.

Pedro II, 21.10.2017

Spenden

Wenn sie die Entsendeorganisation SoFiA Bistum Trier e.V. mit einer Spende unterstützen wollen, können sie dies gerne tun. SoFiA entsendet jährlich etwa 30 Freiwillige in verschiedene Länder und Projekte unter anderem in der Ukraine, Kroatien, Jordanien, Malawi, Bolivien und Brasilien.

Spendenkonto

Empfänger: SoFiA e.V.

BIC: GENODED1PAX

IBAN: DE 75 370 601 93 3 005 497 018

Verwendungszweck: "Spende + Ihren Namen + Ihre Adresse"

Wichtig: Bitte achten Sie auf den korrekten Verwendungszeck an. Name und Adresse werden für die Ausstellung der Spendenbescheinigungen benötigt, die Ihnen zu Beginn des folgenden Jahres zugehen.

"Zwei Monate Brasilien heißt für mich auch zwei Monate täglich mit Flip-Flops zu laufen, jeden Tag Reis mit Bohnen und Fleisch zu Mittag zu essen, sehr süßen Kaffee zu trinken und morgens beim Frühstück Kolibris zu beobachten. Da sind die Schüler der Ökoschule und ihre ständigen Fragen nach meinem Lieblingsfußballverein. Zwei Monate Brasilien heißt Orangen direkt vom Baum gepflückt zu essen und jeden Sonntag um sechs Uhr morgens von lauter Kirchenmusik geweckt zu werden." 

(Maximilian Gerhards, 11.10.2017)