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Ein Symbol für die Zerbrechlichkeit des Lebens für die Wunden dieser Welt

Frieden ... geht uns alle an

eine weitere beeindruckende Installation der Künstlerin Tajana Köhler macht station in der Kirche der Jugend, Marienburg, in Zell an der Mosel. Die Installation ist vom 01.03.2017 bis 15.04.2017 zu besichtigen. Die feierliche Vernissage fand am 01.03.2017 um 20.00 Uhr statt.

Die Kunstinstallation kann auf vielfältige Weise erlebt werden. Anregungen und Gedanken zur Kunstinstallation finden Sie im Handout.

Pressebericht erschienen in der Rheinzeitung

INTERKULTURELLES KONZERT der Band MISCH-MASCH

VOLLER ERFOLG ...

im Rahmen der Kunstinstallation „FRIEDEN ... geht uns alle an“ 
in der Kirche der Jugend Marienburg

Den Höhepunkt einer Reihe von Angeboten im Rahmen der beeindruckenden Installation der Künstlerin Tajana Köhler, die in der Zeit vom 1. März bis zum 15. April in der Kirche der Jugend Marienburg zu besuchen und zu nutzen ist, bildete das interkulturelle Konzert der Gruppe Misch-Mascham 26. März 2017 inmitten der Kunstinstallation.

FRIEDEN als Symbol für die Zerbrechlichkeit des Lebens, für die Wunden dieser Welt. Ein Frieden, auf dem Boden zerstört. Ein Frieden, der Fragen in den Raum stellt: „Was machen wir Menschen mit dem Frieden auf dieser Welt? Treten wir ihn mit Füßen?“

Fragen, die die Künstlerin in ihrer Installation zum Ausdruck bringt. Tajana Köhler selbst ist Kroatin und 1992 in den Kriegswirren nach Deutschland gekommen. Auch in den letzten Jahren sind wieder viele junge Menschen zu uns geflüchtet. So hat sich die Band Misch-Masch gefunden. Unter der Leitung von Christoph Pies und Lis Braun spielen und singen junge Menschen aus Syrien, Afghanistan, Algerien, Iran und Deutschland für den Frieden – grenzenlos. Einheit trotz Vielfalt, das ist das Motto der Band, die die verschiedenen Musikkulturen zusammenführt und die sich in deutsch-, persisch-, arabisch-, afghanisch-, kurdisch- und englischsprachigen Liedern mit dem Frieden auseinandersetzt. So auch bei dem Konzert an diesem Tag. Das Konzert war ein voller Erfolg. Die qualitativ hochwertige Musik von professionellen und sehr engagierten Musikern verschiedenster Nationen erreichte schon mit dem ersten Lied die Herzen der Besucherinnen und Besucher. Es war sehr berührend zu erleben, wie die jungen Künstler miteinander musizierten und sich dabei jeder einzelne ganz persönlich vorstellte. „Ich bin Ali. Ich bin ein Mensch. Frieden bedeutet für mich, Lieder singen zu können, Musik machen zu können, ohne dafür ins Gefängnis zu müssen.“ Das war der O-Ton einer dieser jungen inspirierenden Musiker. Die Identifikation mit dem Heimatland war jedem der Teilnehmer ein Anliegen. Das „Menschsein“ aber war das alle verbindende Element, die Gemeinsamkeit zwischen allen Akteuren. Einen besonderen künstlerischen Akzent im Rahmen der Veranstaltung setzte Heinz Müller, ein hervorragender Zeichner aus Bullay. „Ich bin Heinz Müller. Ich bin ein Mensch. Frieden ist für mich, den verschiedensten Menschen aus den verschiedensten Ländern zu begegnen, diese Begegnungen in Portraits festzuhalten und es so zu ermöglichen, dass diese Menschen auch heute hier unter uns sind. Menschen, mit denen wir im Frieden verbunden sind und deren Portraits wir – ausgelegt auf den Bänken – mitten unter uns finden.“ Heinz Müller hat in der Vergangenheit bereits 63 Zeichnungen von Menschen zahlreicher Nationen angefertigt und diese Arbeiten als Symbol für ein friedliches Miteinander der Kulturen in die Installation mit eingebracht.

Umrahmt wurde das Konzert weiterhin von einer wunderbaren friedvollen Geschichte der äußerst talentierten Schülerin Alena Barzen. Schließlich hatten Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Integrierten Gesamtschule Zell (IGS) sich ebenso mit dem Thema Frieden beschäftigt und dies auf kreative Art und Weise in sehr beeindruckenden Schwarz-Weiß-Fotografien unter der Leitung des Kunstlehrers Martin Richerzhagen umgesetzt. Das Konzert bot mit seinem Rahmenprogramm eine wunderbare Gelegenheit live zu erleben, wie Jugendliche verschiedenster Herkunftsländer – heute und hier – Frieden sehen, wahrnehmen und ganz konkret zu seiner Verwirklichung beitragen.

Die Kunstinstallation von Tajana Köhler lädt noch bis Karfreitag dazu ein, über den Frieden nachzudenken, sich mit dem Frieden auseinander zu setzen und den Frieden oder das, was wir daraus machen, ganzheitlich wahrzunehmen. Die Installation ist täglich zugängig. Für Besucher der Installation wurde eigens ein Handout erstellt. Hierin sind Methoden bzw. Vorgehensweisen, Texte und Lieder zum Umgang mit der Installation zu finden.

Denn: FRIEDEN ... geht uns alle an!

Info: birgit.laux(at)bistum-trier.de

Impressionen