Diese Webseite kann Cookies einsetzen, auch zur Optimierung der Webseitennutzung und zur Auswertung von Webseitenbesuchen (s. Datenschutzhinweise, auch zur Ablehnung). Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weiterführende Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Foto Marienburg

Rund um die Burg

Auftaktprojekt des Fördervereins Lebens(T)Räume Marienburg

Kunstprojekt LebensWert – Eindrücke

Dienstag, 28.01.2014

Einheit im Unterricht, Theorie zum Thema Graffiti, Geschichte und aktueller Stand, Techniken, verwendete Materialien; relevante Informationen zur Vorplanung der Arbeiten, gegenseitiges Kennenlernen

1. Tag der praktischen Umsetzung

Freitag 07.02.2014, 10:00 Uhr

Ich komme in eine ruhige, konzentrierte Arbeitsatmosphäre mit sehr motivierten Teilnehmerinnen. Die Schülerinnen sind gerade mit der Erstellung der Vorlagen für ihre Arbeiten beschäftigt. Photographien oder Skizzen werden kopiert,  über Overhead-Projektionen vergrößert und Schablonen dazu erstellt.  (Vorzeichnen, auf Pappe kleben, mit Cutter ausschneiden).

Die Arbeiten stehen alle unter dem Thema „LebensWert“ – Was gibt Deinem Leben Sinn? Die Zielvorgaben sind sehr offen und es gibt keine festen Handlungsmuster, die für alle gleichermaßen gelten. Die selbständige Beschäftigung mit dem Thema und seiner Umsetzung stehen im Vordergrund. Dabei sind die Motive und Ideen unterschiedlich komplex.

Es herrscht eine offene und angenehme Atmosphäre, in der die Teilnehmerinnen selbständig arbeiten, bei Bedarf um Rat bitten und sich gegenseitig unterstützen. Martin Richerzhagen ist wie alle Schülerinnen mitten in der Umsetzung seiner Arbeit und zugleich Berater und Helfer und ist so ein sehr ermutigendes Vorbild. Nuhan Alp steht nicht offensichtlich im Vordergrund, ist aber sehr präsent und gegenwärtig, wird offen angefragt und berät sehr klar. Es gibt sehr viele Fragen zur komplexen technischen Umsetzung. Diese werden konkret besprochen und schrittweise gelöst. Zugleich bleibt jeder Gestalterin sehr viel Freiraum, die eigenen Fragen und Ideen weiter zu entwickeln, sich auf den Prozess einzulassen. Es ist viel Vorstellungsvermögen und Mut gefragt, das teilweise offene Ende des Projektes „auszuhalten“.

Für meine Fragen sind die Teilnehmerinnen offen und äußern sich klar zu ihren je eigenen Projekten. Mich beeindrucken die sehr unterschiedlichen Ideen und Motive, sowohl inhaltlich als auch bezüglich der gestalterischen Umsetzung.

Nadine Kramer (Film/Kino) „Kann Film schauen ein Wert sein?“ 

Elina Herpel „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben „Lebenswert“ machen!“

Ann-Katrin Treis „Gib jedem Tag die Chance der schönste Deines Lebens zu werden“ 

Anna-Lena Rheinhard „Wo sich dein Herz wohlfühlt, ist dein Zuhause“ 

Verena Deis (Selbstportrait) „Ich bin – und das ist einmalig“ 

Theresa Franzen „Wer fliegen will, muss den Mut haben, den Boden zu verlassen“ 

Martin Richerzhagen „Das Leben ist keine Einbahnstraße“

Auch heute eine konzentrierte und sehr angenehme Arbeitsatmosphäre. Alle Teilnehmerinnen stecken mitten in der Arbeit. Da sind ganz unterschiedliche Arbeitsstadien sichtbar. Es ist schon viel Begeisterung und Stolz bezüglich der bereits fertigen Werke zu spüren. Erste Arbeiten hängen im Flur oder zu Hause. Es werden sogar Farbserien erstellt. Mit Unterstützung ganz nach individuellem Bedarf probieren die Teilnehmerinnen mutig aus, realisieren neue Ideen - kein Gedanke ans schnelle Fertigwerden oder die fortgeschrittene Zeit. Alle haben Feuer gefangen für die Technik und das je eigene Projekt.

Das Mittagessen nehmen wir gemeinsam in der Schulküche ein. Bei Suppe, Brot und Kuchen ist Gelegenheit, auch schon über den heutigen Tag hinaus zu denken. Martin Richerzhagen spricht die relevanten Fragen an. Die Teilnehmerinnen des Workshops sind gerne bereit, ihre Arbeiten auf der Marienburg auszustellen und können sich auch vorstellen, selbst etwas zu ihren Erfahrungen im Kurs und den Ideen hinter ihren Werken zu berichten. Die Ausstellung soll nach Ostern starten, evtl. im Rahmen eines Gottesdienstes oder einer eigenen kleinen Vernissage.  Ideen zur Gestaltung sind gerne willkommen. Natürlich gibt es auch noch einige Informationen zum Förderverein LebensTRäume und eine Einladung, Mitglied zu werden und das Gründungsfest im Mai zu besuchen und zu bereichern.

Auch Nuhan Alp ist begeistert von der Erfahrung im Kurs. Das themenzentrierte Arbeiten mit der sehr intensiv arbeitenden Gruppe ist sehr gelungen. Es sind ein guter Kontakt und ein gutes Miteinander entstanden. Auch heute ist der Künstler sehr präsent und schnell komme ich in ein spannendes Gespräch über seine Arbeiten und Ideen.

Fazit

Es sind tolle Arbeiten entstanden, jede aus der sehr individuellen Auseinandersetzung mit dem Thema des Projekts.

Es ist sehr schön, die intensive Arbeitsatmosphäre, die Begeisterung und Ausdauer bei den Teilnehmerinnen sowie die Offenheit für mein Interesse zu erleben.

Die sehr engagierte und offene Begleitung durch die beiden Künstler bietet jede Menge Raum für die Entwicklung und Umsetzung der entstandenen Ideen.

Das gestärkte Selbstbewusstsein, die Freude an den Ergebnissen und das gute Miteinander, das von Respekt und Hilfsbereitschaft durch den ganzen Workshop hindurch geprägt ist, sind eine tolle Erfahrung für die Teilnehmerinnen und die Besucherin.

    Die Begegnung mit den Teilnehmerinnen spiegelt für mich einen Aspekt des Themas „LebensWert“ wider.