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Kirche der Jugend

Marienburg

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Foto Marienburg

Kirche der Jugend

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Kirche der Jugend

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Ausstellung "Kirche zwischen Traum und Wirklichkeit"

Die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs
Kunst und Handwerk haben ihre Gedanken in
Kunstwerke umgesetzt.
Im Eingang wird der Besucher dieser Ausstellung als erstes
auf ein großes Bild stoßen. Es zeigt uns Christen in unserer
Kirche. Jeder befindet sich in einer anderen Situation: als
Außenstehender, als aktiver Kirchgänger oder Mitarbeiter in
einem der kirchlichen Gremien. Macht uns die Kirche Mut
oder leiden wir unter der aktuellen Kirche? Die
Machtprobleme der letzten Jahre und die Skandale um
Missbrauch haben viele Menschen von der Kirche entfernt.
Empfangen wird der Ausstellungsbesucher von einem langen
weißen Transparent, auf dem Zitate, Kommentare und
Wünsche notiert sind. Die Besucher sollen sich mit den
Texten der Schülerinnen und Schüler aus dem
Religionsunterricht der Klassenstufe 10 auseinandersetzen
und das lange Textband mit eigenen Kommentaren und
Wünschen ergänzen. In der Mitte liegt ein Schiffsfragment, es
soll aufrütteln, wach machen und anregen, über die aktuelle
Lage der Kirche nachzudenken. Ist unsere Kirche noch intakt,
oder ist sie so wie dieses Bootfragment zerbrochen. In
unserem Boot steht noch ein Kreuz aus alten Balken. Es steht
aufrecht. Die Botschaft ist über Jahrtausende weitergegeben
und gelebt worden. Das Kreuz hat Spuren der Geschichte,
aber es steht nach wie vor aufrecht in der zerbrochenen
Kirche von heute. Am Rand des Bootes liegen Rettungsring
und Rettungsweste, gibt es eine Rettung? Neben dem Boot
verdeutlicht ein Ruderboot den Traum von der Kirche wie sie
sein sollte. Wir Christen sind gemeinsam unterwegs. Kirche
darf nicht statisch sein sondern muss sich bewegen in dem
Wasser, was sie umgibt.
In dem Boot befinden sich Kinder, Jugendliche, Familien, alte
Menschen, Flüchtlinge, Migranten und Menschen mit
Behinderungen. Für alle ist Platz in dem Boot. Jesus hat sich
besonders für Kranke und Außenseiter eingesetzt. Wir
müssen dafür sorgen, dass alle genannten Personen
aufgenommen werden und sich in der Gemeinschaft
wohlfühlen können. Der Bischof, der am Rande des Bootes
steht, wirft gerade seine Mitra und seinen Bischofsstab über
Bord: es sollte keine triumphierende Kirche mehr geben
sondern eine dienende.
Hinter dem Altar befindet sich eine weitere Kirche. Sie wurde
aus einem Zeltgestänge und leichtem transparentem Stoff
erstellt. Ein Zelt bedeutet, unterwegs zu sein, immer auf dem
Weg, kein Stillstand, kein Verharren. Diese Kirche hat keinen
Turm, Türme drücken Macht aus, stehen auf Verteidigung.
Kirche ruft von innen – sie braucht keine Reklame-Glocken.
Der transparente Stoff lässt uns durchsehen. Kirche sollte
transparent sein. Von allen Seiten ist diese Kirche offen, für
jedermann zugängig. Die offenen Türen laden alle Menschen
ein. Die Christen, die zu der Kirche gehören, befinden sich in
kleinen Gewächshäusern eher vereinzelt. Egoismus und das
Denken an den eigenen Vorteil lassen sie vereinsamen und
unglücklich werden. Es gibt aber noch Hoffnung. Wenn sie
einen Schritt hinaus machen, befinden sie sich im Grünen,
Zeichen der Hoffnung. Es könnte etwas wachsen.

Die Ausstellung kann bis zum 11. November täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr besucht und bewundert werden.