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Gottesdienste

auf der Marienburg

"Grenzen überwinden"

Präsenz- und Telefongottesdienst zur Aussenung des Friedenslichtes 2021


Musik "Zeige und den Weg"

1. Zeige uns den Weg, wenn der Morgen winkt,
zeige uns den Weg, wenn die Sonne sinkt.
Zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg,
der zum Ziel uns bringt.

2. Zeige uns den Weg, wenn uns nichts bedrückt;
zeige uns den Weg, wenn uns alles glückt.
Zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg,
wenn uns manches glückt.

3. Zeige uns den Weg, wenn wir ratlos sind;
zeige uns den Weg, wenn uns nichts gelingt.
Zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg,
wenn uns nichts gelingt.

4. Zeige uns den Weg hier in dieser Zeit;
zeig uns den Weg in die Ewigkeit.
Zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg in die Ewigkeit.

Welcome

Bevor unser Gottesdienst beginnt:
Schön, dass wir für eine gute Stunde zusammen sind,
wir hier oben auf der Marienburg und Ihr, die Ihr zugeschaltet seid
am Telefon oder am Computer.
Alle Texte und Lieder findet Ihr auf unserer Homepage www.jugend-marienburg.
Während des Gottesdienstes sind Eure Mikrophone ausgestellt.
So könnt Ihr zu Hause laut mitsingen und mitbeten, keiner hört Euch.
Beim Friedensgruß könnt Ihr am Computer über den Button
oder am Telefon mit *6 Euer Mikrofon anstellen
und Euren Wunsch hinein sprechen, dann sind wir alle untereinander zu hören.

Wir bitten Euch, eine Kerze und Streichholz bereit zu halten für unsere Feier.
Herzlich begrüßen wir Euch zu unserem Gottesdienst heute Abend.
Wir treffen uns zu einer anderen Zeit als sonst mit Euch am Telefon.
Denn immer am dritten Advent erwarten wir das Friedenslicht aus Bethlehem.
Um das Licht in seiner ganzen Dimension aufnehmen zu können,
dafür ist es am besten dunkel um uns herum.
Wieder einmal mussten wir per Videokonferenzen diese Licht-Feier vorbereiten
mit einer Gruppe junger Menschen aus Kröv.
Heute Abend verbinden uns unsere Telefone, Handys und Computer miteinander.
Und uns verbindet dieselbe Dunkelheit um uns herum.
Auch in unseren Räumen machen wir es möglichst dunkel.
Wir brauchen für später nur Kerze und Streichhölzer.
Gerne könnt Ihr auch den Adventskranz in Eure Nähe stellen.
Nachdem sie uns heute morgen den 3. Advent angezeigt haben,
lassen wir auch diese Kerzen jetzt noch aus.

Begrüßung vor dem Gottesdienst

Wir hoffen auf ein Licht in dieser dunklen Zeit.
Wir hoffen auf ein Licht, dass unser Dunkel heller machen kann.
Bewusst wollen wir es dunkel machen in dem Raum,
in dem wir gerade sind.
Die Dunkelheit macht es auch still.
Dunkelheit und Stille umgeben uns.
Sie machen uns empfindsam für kleinste Lichtquellen und leiseste Geräusche.
Ob wir es dann besser erkennen können,
das Licht, auf das wir warten?
Wir warten heute Abend ja auf das Licht aus Bethlehem.
Zu uns kommt es über Österreich, Heidelberg, Schweich, Wittlich.
Das Versprechen ist: Es ist auf dem Weg, jetzt gerade,
über viele Ländergrenzen hinweg.
Doch schafft es das Licht, Grenzen zu überwinden?
Schafft es das Licht, über innere und äußere Grenzen anzukommen,
da anzukommen, wo es gebraucht wird.
Kann das Licht die Grenze zum Dunkel überwinden?

Einstieg

Beobachter*in (B): Gerade kam es hinein, hier in unsere Kirche. Wir sehen:
Das Licht bahnt sich gerade seinen Weg durch die Kirche.
Ich sehe aber auch Menschen mit Stopp-Schildern.
Ja, das Licht muss wohl verschiedene Grenzen überwinden.
Unsere Lichtträgerin (L) läuft von hinten durch den Mittelgang
und wird dabei immer wieder aufgehalten.

1. Grenze: Corona

B: Gerade trifft unsere Lichtträgerin auf eine Grenzperson mit Schutzanzug und FFP2-Maske.
G: „Halt, Stopp! Halten Sie Abstand! Was fällt Ihnen ein, mir zu nahe zu kommen.
Sie können hier nicht weiter. Nur mit einem geeignetem Mund-/ Nasenschutz.
Kommen Sie aus einem Risikogebiet?
Dann benötigen Sie einen negativen Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.“
L: „Das habe ich nicht. Ich möchte nur durchgehen und das Friedenslicht weitergeben.“
G: „Friedenslicht? Kann uns das vor dem Virus schützen?“
L: „Nein, aber es könnte Geduld und Verständnis und Zusammenhalt bringen.“
G: „Dann zünden Sie mir doch mein Licht hier an. Gute Weiterreise.“

2. Grenze: Kriegsgebiet

B: Unsere Lichtträgerin trifft jetzt auf eine Grenzperson, ich kann einen Soldaten erkennen.
G: „Halt, Stopp! Sie können hier nicht durch. Sie kommen mitten ins Kriegsgebiet.  
Überhaupt, zu welcher Seite gehören Sie?
L: „Ich gehöre zu keiner Seite. Ich möchte durchgehen und das Friedenslicht weitergeben.“
G: „Friedenslicht? Haben wir damit eine Chance den Krieg zu gewinnen?“
L: „Nein, aber es könnte Gesprächsbereitschaft wecken
und das unsinnige Morden beenden.“
G: „Dann zünden Sie mir doch mein Licht hier an. Gute Weiterreise.“

3. Grenze: Flüchtlinge

B: Und schon wieder: Eine Grenzperson stellt sich mit ihrem Stopp-Schild
unserer Lichtträgerin in den Weg;
Sie wirkt sehr streng und aggressiv.
G: „Halt, Stopp! Sie können hier nicht durch. Hier ist das Ende Ihrer Reise. Flucht?
Sie flüchten angeblich aus ihrer Heimat, weil es dort Krieg gibt. Das glaube ich nicht.
Sie sind  bestimmt auch so ein Wirtschaftsflüchtling.“  
L: „Nein! Ich möchte durchgehen und das Friedenslicht weitergeben.“
G: „Friedenslicht? Hört damit dieser Flüchtlingsstrom endlich auf?“
L: „Nein, aber es könnte Verständnis bringen für die Menschen, die flüchten müssen,
und es  könnten mehr Menschen sich dafür einsetzen,
dass die Ursachen von Flucht verschwinden.“
G: „Dann zünden Sie doch bitte mein Licht hier an. Gute Weiterreise.“ 

4. Grenze: Bildung

B: Der Weg unserer Lichtträgerin führt über viele Grenzen.
Gerade wird sie von einer Lehrperson angehalten.
Ich erkenne es an den Schulbüchern und dem Notenheft.
G: „Ja, was wollen Sie denn hier?
Wissen Sie nicht, dass ab hier nur Menschen mit Abitur und Studium erwünscht sind?
Haben Sie Abitur oder wenigstens eine gute Ausbildung mit  einem erfolgreichen Abschluss?“
L: „Was ist ein erfolgreicher Abschluss? Ich habe meinen Weg bis hierhergeschafft
und möchte nun weitergehen, um das Friedenslicht weiter zu geben.
G: „Friedenslicht? Ersetzt das das Abitur?“
L: „Nein, aber es könnte dazu beitragen, dass wir feststellen,
dass jeder eine Chance bekommen soll, weil man nie weiß,
was in einem Menschen an tollen Fähigkeiten alles drinsteckt.“
G: „Wenn das so ist? Dann zünden Sie doch bitte mein Licht hier an. Gute Weiterreise.“

5. Grenze: Gender

B: Die nächste Grenzperson ist unauffällig ordentlich gekleidet,
ich erkenne klar einen Mann, er wirkt recht selbstgefällig in seinem Auftreten.
G: „Halt! Was bilden Sie sich ein? Also Frau kommen Sie hier nicht so einfach durch.
Oder  sind Sie überhaupt eine Frau? Sie sehen so ganz anders aus?
Oder was sind Sie eigentlich?“
L: „Ich bin ich. Und so wie ich bin, ist es richtig.
Ich möchte hier durchgehen und das Friedenslicht weitergeben.“
G: „Das Friedenslicht? Was ist das? Das bringt mich jetzt ganz durcheinander?“
L: „Das Licht kann dafür sorgen, dass wir lernen ganz ohne Vorbehalte
aufeinander zuzugehen und uns gegenseitig zu unterstützen.“
G: „Das kann das Licht? Mh? Dann zünden Sie mir vielleicht hier auch ein Licht an.
Gute Weiterreise.“     

6. Grenze: Mobbing

B: Oh, wer begegnen unserer Lichtträgerin denn jetzt?
Ich sehe eine Grenzperson in imposanter Pose, perfekt angezogen und gestylt.
G: „Stopp! Hey, wo willst du denn hin. Hast du dich verlaufen?
Lass doch mal ein Foto von  dir machen, das ich posten kann.
Die anderen werden sich totlachen. Wie du schon aussiehst!“
L: „Was ist so besonders an mir? Ich bin auch ein Mensch wie du.
Ich möchte hier durchgehen und das Friedenslicht weitergeben.“
G: „Friedenslicht? Du tickst wohl nicht richtig? Aber wer so aussieht wie du?“
L: „Ich zünde dir gern ein Licht an.
Es soll dich ermuntern, deine Stärken zu erkennen und die  in deinen Mitmenschen.“
G: „Wenn du meinst, naja, es kann vielleicht nicht schaden. Gute Weiterreise.“

7. Grenze: Einsamkeit

B: Die nächste Grenze ist eine einfache Haustür. Im Türrahmen steht eine ältere Dame (D).
Ich habe den Eindruck, dass ihre Haustür so etwas wie eine Grenze für sie darstellt.
D: „Ich bleibe nur etwas an der Tür stehen. Ich brauche frische Luft.
Ich komme ja sonst nicht mehr raus.
Ich soll mich bloß mit niemandem treffen. Das Risiko sei zu groß, sagt meine Familie.
Ich verstehe das ja auch, bei meinem Alter.
Aber ich sehe seit Ewigkeiten keine Menschenseele mehr.“
L: „Da müssen sie aber ganz schön einsam sein!“
D: „Ja, wir telefonieren. Aber das ist doch nicht dasselbe.
Mir fehlt einfach der echte Kontakt! Ein ganz normales Schwätzchen, so wie mit Ihnen!“
L: „Ich lasse Ihnen etwas von meinem Licht hier. Wenn Sie hinein schauen,
dann können Sie sich erinnern an unser Gespräch, an echte Begegnungen,
an Menschen, mit denen Sie auch über die Schwelle Ihrer Haustür hinaus verbunden sind.“
D: „Danke für dieses Licht. Heute Abend erzähle ich ihm, wer mir da so alles einfällt.“

Gemeinsames Gebet

Gott, du bist ein Gott des Lichtes und des Friedens.
Du bist ein Gott der Liebe und der Hoffnung.
In unserer Welt, die oft voller Grenzen ist, dunkel, friedlos und kalt
kommen wir zu Dir mit diesem kleinen Licht.
So wie es brennt in dieser dunklen Zeit, so entzünde auch unsere Herzen,
dass es warm und hell wird in uns und durch uns.
Öffne unsere Herzen, hilf uns Grenzen zu überwinden und aufeinander zu zu gehen.
Mach uns selbst zu Botinnen und Boten dieses Lichtes
und deines grenzenlosen Friedens.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Biblische Zusage

Seit Jahrtausenden formulieren Menschen die Bitte
dass die Grenze der Finsternis überstrahlt wird von hellem Licht.
Seit Jahrtausenden formulieren Menschen die Hoffnung,
dass dieses Licht von Gott kommt und in einem Kind
in diese Welt hinein geboren wird.
Seit Jahrtausenden formulieren Menschen den Wunsch,
dass dadurch jede Grenze überwunden und Frieden geschafften wird.
Hören wir hinein in diese Verheißung:

Lesung aus dem Buch Jesaja

Das Volk, das im Dunkel lebt, / sieht ein helles Licht;
über denen, die im Land der Finsternis wohnen, / strahlt ein Licht auf.
Denn uns ist ein Kind geboren, / ein Sohn ist uns geschenkt.
Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; / man nennt ihn:
Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, / Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.
Seine Herrschaft ist groß / und der Friede hat kein Ende.
Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; /
er festigt und stützt es durch Recht und Gerechtigkeit, / jetzt und für alle Zeiten.
Der leidenschaftliche Eifer des Herrn der Heere / wird das vollbringen.
(V) Wort des lebendigen Gottes: (A) Dank sei Gott.

Lied

Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen


1. Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen,
gib mir den Mut zum ersten Schritt.
Lass mich auf deine Brücken trauen,
und wenn ich gehe, geh du mit.


2. Ich möchte gerne Brücken bauen,
wo alle tiefe Gräben sehn.
Ich möchte hinter Zäune schauen
und über hohe Mauern gehn.


3. Ich möchte gern dort Hände reichen,
wo jemand harte Fäuste ballt.
Ich suche unablässig Zeichen
des Friedens zwischen Jung und Alt.


4. Ich möchte nicht zum Mond gelangen,
jedoch zu meines Feindes Tür.
Ich möchte keinen Streit anfangen;
ob Friede wird, liegt auch an mir.


5. Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen,
gib mir den Mut zum ersten Schritt.
Lass mich auf deine Brücken trauen,
und wenn ich gehe, geh du mit.

 

Fürbitten

Gott, grenzenlos ist Deine Liebe zu uns Menschen. Wir bitten Dich:

1. Grenze: Corona
Seit fast zwei Jahren ist das Corona-Virus
wie eine unsichtbare Grenze zwischen uns getreten, bis heute.
Wir beten um Geduld statt Protest, um Kraft statt Ohnmacht,
um Zuversicht statt Hoffnungslosigkeit und um Miteinander statt Abgrenzung.
Fürbittruf - Kanon: Fremdsein überwinden, Wege miteinander finden…

Kanon: Fremdsein überwinden
Fremdsein überwinden, Wege miteinander finden,
Wege miteinander finden.

2. Grenze: Kriegsgebiet
Auch heute und jetzt gibt es Krieg, etwa auf den Philippinen, im Iran,
in Afganistan, in Syrien, in Indien, im Kongo und an viele anderen Orten.
Wir beten mit dem Friedenslicht vor unseren Augen darum,
dass sich durch alle Grenzen hindurch das Licht des Friedens durchsetzt
und der Friede immer mehr Menschen und Länder verbindet.

Kanon

3. Grenze: Flüchtlinge
Auch heute müssen viele Menschen ihr Land verlassen aufgrund von Hunger, Armut oder Krieg.
Wir beten für die Menschen an der polnischen Grenze, in Kälte, unter menschenunwürdigen Verhältnissen
Wir beten um Überwindung von Grenzen im Kopf, im Herzen und auf Landkarten.

Kanon

4. Grenze: Bildung
Auch heute werden Menschen vor allem an ihrer Bildung gemessen,
nicht an ihren wahren Talenten, Fähigkeiten und Begabungen.
Wir beten für alle, die andere beurteilen
und für die, die mehr können als wahrgenommen wird.

Kanon

5. Grenze: Gender
Auch heute noch werden Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Nationalität,
ihres Geschlechts oder ihrer Sexualität auf der ganzen Welt ausgegrenzt.
Für alle, die aufeinander zugehen und jeden Menschen so akzeptieren, wie er ist.

Kanon

6. Grenze: Mobbing
Auch heute und zwar täglich werden Menschen ausgegrenzt und gemobbt.
Für alle, die integrieren, aufmerksam sind und eingreifen,
wo anderen auf dem Pausenhof, im Netz, am Arbeitsplatz übel mitgespielt wird.

Kanon

7. Grenze: Einsamkeit
Gerade in der aktuellen Corona-Situation leiden Menschen an Einsamkeit und Isolierung.
Für alle, die sich ausgegrenzt und allein gelassen fühlen und einsam sind.
Für alle, die kreativ und anders als sonst Formen von Kontakt und Nähe suchen und leben.

Kanon

Guter Gott, Licht der Welt,
scheine zusammen mit unserem Friedenslicht in diese Welt.
Denn in Deinem Licht verlieren Grenzen ihre Bedeutung
und Menschen finden zueinander, heute und in Ewigkeit.

Amen.

 

 

Einladung zum Licht-Entzünden

Besinnung auf das Licht

Der Funke springt über!

„Der Funke springt über“, so sagen wir manchmal.
Das geht aber nur, wenn der Funke nicht davon abgehalten werden kann.
Grenzen, Barrieren, Mauern verhindern, dass eine Flamme überspringen kann.
Mit dem Licht ist es wie mit dem Leben:
Nur Nähe erzeugt Wärme, nur Offenheit füreinander macht es hell,
erst Unvoreingenommenheit dem anderen gegenüber lässt den Funken überspringen.

Ob zu Hause am Telefon oder hier in der Kirche:
Genau das wollen wir nun erleben.
Nehmen Sie zu Hause ein Streichholz oder ein Feuerzeug.
Wir hier in der Kirche haben ja das Friedenslicht
und all die Personen an den scheinbaren Grenzen,
auf die das Licht ja bereits übergegangen ist.

Hier im Gottesdienst wird das Licht nun weitergegeben.
Und bei Ihnen zu Hause ja auch:
Wir laden Sie nun ein, während sich hier in der Kirche das Licht verteilt,
jetzt in diesem Moment auch Ihre Kerze zu entzünden.

Sie am Telefon und wir auf der Marienburg:
Wir werden jetzt gerade Zeuginnen und Zeugen,
wie der Funke überspringt, einfach so, ohne Kraftanstrengung,
wie von selbst.
Das Licht der brennenden Kerze ist ein Geschenk,
sie konnte sich nicht selbst entzünden.
Der Funke ist übergesprungen, weil er nicht gehindert wurde.

Stellen wir uns die vielen Lichter vor, hier in der Kirche,
in unseren Häusern, Dörfern, in Städten und Ländern,
auf Kontinenten und auf der ganzen Erde.
Der Funke des Friedenslichtes springt über,
er kennt keine Grenzen und verbindet uns alle, die wir genau das wollen:
Friede auf Erden, über alle Grenzen hinweg.

Adel Tavil, Zuhause

Deutendes Lied

Glaub mir, irgendwann wird die Liebe regieren.
Wir haben nichts mehr zu verlieren.
Die Zeit lässt die Wunden heilen.
Du bist genau wie ich und nicht allein.
Ich bin nah bei dir, gemeinsam schaffen wir Großes hier.
Das Spiel der Spiele steht bereit, schalt Alles in dir ein, es ist soweit.

Ruthless, they want my heart tonight,
I’m a run these lines ‘til my insides shine.
And I find some peace of mind yeah,
ruthless, they want my heart tonight.
I’m a run these lines ‘til my insides shine,
and I find some peace of mind.

Komm, wir bring’n die Welt zum Leuchten, egal woher du kommst,
zu Hause ist da, wo deine Freunde sind. (Feel my mighty blow.)
Hier ist die Liebe umsonst.

Feel my mighty blow, let these clouds lay low,
Aas I land with my feet on the ground and go go go.
My destiny I need to know,
chasing dreams which way will the wind blow?
Watching days, but I can’t let go,
just want to watch your kingdom grow.
No one thing as I run up rainbows,
my pain grows, only the insane know.
How to dance on the moon as the wolf cry moans.
In the middle of the darkness I found my zone,
you, my love, are never alone.
Even when you’re so very far away from home.

Sag mir, wie lange wir noch hier stehen,
bis wir endlich so weit sind, dass wir uns in die Augen sehen.
Zeig mir, dass es anders geht.

Lass uns zusammen singen, bis uns die Welt zu Füßen liegt.
Komm, wir bring’n die Welt zum Leuchten, egal woher du kommst,
zu Hause ist da, wo deine Freunde sind. (Feel my mighty blow.)
Hier ist die Liebe umsonst.
Ich weiß genau, dass alles besser werden kann,
wenn ich ganz fest dran glaube, dann schaff ich es irgendwann.

All of my life I've been running from the knife.
Under the gun I know oh I got this life.

Komm, wir bring’n die Welt zum Leuchten, egal woher du kommst,
zu Hause ist da, wo deine Freunde sind. (Feel my mighty blow.)
Hier ist die Liebe umsonst. Zu Hause ist da wo deine Freunde sind.

Vater unser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Friedensgruß

Weihnachten will nicht eng machen, sondern weit!
Nicht umsonst saßen dir Hirten unter einem weiten Himmel auf freiem Feld.
Diese Weite, diese Grenzenlosigkeit wünschen wir uns, gerade in diesem Jahr:
Ein versöhnendes Wort – und eine Grenze fällt.
Ein vertrauensvoller Blick – und eine Grenze wird aufgebrochen.
Ein herzliches Lächeln – und eine Grenze verschwimmt.
Ein kleines Licht – und die Grenze zum Dunkel verschwindet.
Eine kleine Geste – und es wird mehr Frieden.
Zeigen wir uns wieder neu heute diesen Frieden im Kleinen,
durch einen Blick, ein Lächeln zu dem Menschen neben, vor oder hinter mir.
Oder sagen wir uns diesen Frieden zu:
Dafür brauchen wir nur unser Mikro am Computer zu öffnen
oder *6* am Telefon zu drücken und schon sind wir grenzenlos miteinander verbunden
und können uns den Frieden wünschen: Der Friede sei mir Dir!

Impuls in die neue Woche

Wir möchten Euch für die neue Woche einen Impuls mit auf den Weg geben.
Denn wer Licht empfängt, wird wie von selbst zum Licht-Bringer für andere.
An vielen Stellen wird ab heute Abend bzw. ab morgen
das Licht aus Bethlehem zu finden sein.
Wir nennen nur einige Orte: Auf der Marienburg, in Kröv, in den Kirchen im Alftal,
in der Kirche St. Markus in Wittlich, in Blankenrath, in Tellig, in Morbach
und ganz sicher auch in Eurer Nähe.
Sucht doch einmal dieses Licht auf, in einer der Kirchen
oder schaut in das Licht, das wir heute Abend gemeinsam angezündet haben.
Lasst Euch anstecken von seiner Kraft.
Und setzt die Reise dieses Lichtes fort, bringt es zu einem Menschen,
der es gerade brauchen kann.
So können wir selbst Grenzen überwinden und Friedensbringer sein.

Ankündigungen

Gebet und Segen

Guter Gott, Gott des Lichtes und des Lebens,
Helles und Dunkles macht unser Leben aus,
Lichtblicke und Hoffnungsschimmer
leuchten immer wieder in unser Leben hinein.
Sie wollen uns Mut machen,
Grenzen zu überwinden
und sogar selbst zu Licht-Bringern zu werden.
Das Licht von Bethlehem erinnert uns daran,
dass Du uns Jesus Christus schickst,
der selbst die Grenze zwischen Himmel und Erde,
zwischen Gott und Mensch überwindet,
mitten unter uns, damit Weihnachten wird,
auch und gerade in diesem Jahr.
Leuchte hinein in unser Leben
und in das Leben unserer Lieben
und segne uns
+ mit dem Segen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Schlusslied

1. Kleines Licht aus Bethlehem, leuchte weit, so weit!
Lass es alle Welt erfahren, leuchte wie vor vielen Jahren
bis in unsre Zeit.

2. Kleines Licht aus Bethlehem, künde von der Nacht.
Als so arm und so verloren einst das Gotteskind geboren,
das uns glücklich macht.

3. Kleines Licht aus Bethlehem, dort im Krippenstroh
hat das Neue angefangen und das Alte ist vergangen.
Das macht uns so froh.

4. Kleines Licht aus Bethlehem, das sei euch gesagt:
Gott hat selbst das Licht entzündet, dass ihr’s aller Welt verkündet,
und es weiter tragt.

5. Kleines Licht aus Bethlehem, leuchte weit, so weit!
Leuchte wie vor vielen Jahren. Lass es alle Welt erfahren
bis in unsre Zeit.