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Gottesdienste

auf der Marienburg

Telefongottesdienst vom 14. Februar 2021

Herzlich Willkommen beim Telefongottesdienst.

Wir feiern heute gemeinsam einen Wortgottesdienst per Telefon von euch zu Hause aus. Wir werden ca. eine Stunde zusammen feiern.


Begrüßung

Herzlich begrüßen wir Euch zum Telefongottesdienst an diesem Sonntag!
Heute geht es hier sehr lebhaft zu, denn wir begegnen ganz verschiedenen Personen:

Ein geheilter Aussätziger begegnet uns im Evangelium. Ein Fastnachtsfan wird uns am heutigen Fastnachtssonntag
seine Gedanken in Reimform vortragen. Und dann ist auch noch Valentin von Terni bei uns zu Gast, heute am Valentinstag.

Die unterschiedlichsten Typen kommen hier zusammen. Die unterschiedlichsten Menschen sind schließlich auch per Telefon zugeschaltet. Gott liebt diese Unterschiedlichkeit, denn er selbst hat sie gewollt und geschaffen.
Und in dieser Buntheit führt er uns hier zusammen, alle in ihrer jeweiligen Farbe und in unserer je eigenen Art.
Begrüßen wir den, der in sich vielfältig und bunt ist, den Gott unseres Lebens + im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gedanken zum ankommen

Drei Personen sind heute zu Gast in unserem Gottesdienst.
Jede Person will uns jetzt am Beginn ein paar Fragen stellen
und uns zum Nachdenken anregen,
um in dieser Feier, in diesem Gottesdienst anzukommen:

Ich, Valentin von Terni, frage Dich am heutigen Valentinstag:
Welche Blume würdest Du Dir von mir wünschen,
wenn ich jetzt an Deiner Tür klingeln würde?
Welche Farbe hat sie? Welchen Duft versprüht sie?
Was gefällt Dir an dieser Blume?
Wem würdest Du diese Blume gerne selbst verschenken?

Ich, der geheilte Aussätzige, frage Dich heute Morgen:
Wie geht es Dir? Wie fühlst Du Dich?
Wo fühlst Du Dich gerade nicht so gut?
Und was fühlt sich richtig gut an, gibt Dir Kraft und Mut?

Ich, der Fastnachsfreund, frage Dich heute am Fastnachtssonntag:
Wann hast Du das letzte Mal so richtig von Herzen gelacht?
Und wer oder was hat Dir dieses Lachen gebracht?

Gebet

Guter Gott,
mit allem, was uns ausmacht, sind wir hier vor Dir in diesem Gottesdienst.
Mit dem, was wir haben, und mit dem, wonach wir uns sehnen.
Lass uns dankbar sein für die Fülle unserer Gaben
und für die Menschen, die mit uns teilen, was uns fehlt.
Lass uns einander so ansehen,
wie Du uns anschaust, mit den Augen des Wohlwollens und der Liebe,
heute und in Ewigkeit. Amen.

Mk 1, 40-45

Evangelium

Wir hören nun ein Wort aus der Bibel.
Wir hören einen Abschnitt aus dem Markus-Evengelium.
Und wir hören diesen Abschnitt mit verteilten Rollen.

Erzähler*in

In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe;
er fiel vor ihm auf die Knie und sagte:

Aussätzige*r

Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.
Liedruf: Misericordias Domini (Gesang)

Liedruf: Misericordias Domini

Erzähler*in

Jesus hatte Mitleid mit dem Aussätzigen; er streckte die Hand aus,
berührte ihn und sagte:

Jesus

Ich will es - werde rein!

Erzähler*in

Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein.
Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein:

Jesus

Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh,
zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar,
das Mose angeordnet hat.
Das soll für sie ein Beweis meiner Gesetzestreue sein.

Erzähler*in

Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war;
er verbreitete die ganze Geschichte,
so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte;
er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf.
Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

Wort des lebendigen Gottes.

Gedanken zum Evangelium

Eine interessante Runde ist es, die sich heute Gedanken macht,
was denn das Sonntagsevangelium für sie und für ihr Leben bedeutet.
Zusammen gekommen sind der Aussätzige aus dem Evangelium,
passend zum Fastnachtssonntag ein Freund der Fastnacht
und passend zum heutigen Valentinstag kein geringerer als Valentin von Terni.
Also Menschen aus unterschiedlichen Zeiten
und mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen.
Herzlich begrüße ich Euch in unserem #telefongottesdienst.
Und ich gebe zu: Ich bin gespannt, was Ihr uns zu sagen habt!

Statement 1

Ein geheilter Aussätziger

Vielleicht melde ich mich zuerst zu Wort, der Aussätzige,
von dem Euch heute im Evangelium erzählt wurde.
Ich könnt Euch vorstellen: Mir geht’s gut. Ich hab’s geschafft. Ich bin wieder gesund.
Ich gehöre endlich wieder dazu! Ich kann mich wieder blicken lassen bei den anderen.
Ihr merkt es: Das kleine Wörtchen „rein“ oder „gesund“ kann viele Bedeutungen haben!

Für den, der nicht dazu gehört, heißt es: Ich darf dabei sein.
Für die, die anders ist, heißt es: Ich gehöre dazu.
Für den, der ausgeschlossen wird, heißt es: Die Schikanen haben ein Ende.
Und für die, die eine schwere Krankheit überstanden hat, heißt es: Ich bin über den Berg.
Mit am ehesten verstehen mich heute die, die Corona hatten oder in Quarantäne waren.
Manche fühlten sich, als hätten sie Aussatz.

Sie wissen, was es bedeutet, aus der Quarantäne entlassen zu werden, wie ich.
Mir ist so manches klar geworden in meiner Krankheit.
Zunächst einmal: Alleine hätte ich es nicht geschafft. Ich musste mir Hilfe holen.
Und das ist keine Schande, es ist eine Chance!
Also wagt es, nach Hilfe zu fragen, wenn es Euch dreckig geht.
Und gebt Hilfe, wenn es Euch gut geht. So einfach ist das!
Und noch eines ist mir klar geworden:

Gott will die Krankheit nicht. Das habe ich gespürt, als Jesus mich angeschaut hat.
Sein Blick ruhte auf mir, als er mich ansprach.
Gott will, dass wir heil und ganz und gesund sind, gesund an Körper, Geist und Seele.
An mir hat er das gezeigt, aber es gilt allen.
Und darum konnte ich nicht anders: Ich musste es weiter erzählen.
Ich wollte denen Hoffnung machen, die nicht heil waren, nicht gesund:
Gott steht auf Eurer Seite und kämpft mit Euch.
„Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“, so sagt Jesus.

Liedruf: Misericordias Domini

Statement 2

Ein Fastnachtsfan

Mir fehlt ganz schön die Fassenacht, doch fehlt mir nicht die Freude.
Und die suchte ich und fand sie im Evangelium von heute:
Damals schaute Jesus den Kranken an und sprach: Du, werde rein!
Komm zurück in die Gemeinschaft und sei nicht mehr allein.
Das feiern wir an Fassenacht, auf dass das niemals fehle:
Schunkelt und feiert, tanzt und lacht, seid ein Herz und eine Seele.

Wer vorher sich gemieden, im Vorurteil verrennt:
Der öffnet sich im Karneval: Wen man nicht alles kennt?!
Das geht wegen Corona nicht und das wird viele schmerzen,
doch eines wird nicht abgesagt: Die Offenheit im Herzen!
Wenn Karneval uns wirklich fehlt, dann lässt mich das sehr hoffen:

Denn echte Jecken sind – und bleiben – für andre Menschen offen!
Drum schaut Euch offen in die Augen, von Vorurteilen frei,
damit ein Mensch dem andern ein echter Mit-Mensch sei.
Wer so für andre da ist, wirkt Heil an Leib und Seele
Und tritt – oft einfach, unbemerkt – direkt an Jesu Stelle.

Liedruf: Misericordias Domini

Statement 3

Valentin von Terni

Ich darf ja heute hier auf keinen Fall fehlen.
Ich passe ja auch wirklich gut in die Runde.
Denn wenn es darum geht, füreinander offen zu sein,
füreinander da zu sein, dann bin ich doch der beste Anwalt dafür.
Valentin mein Name, Valantin von Terni.

Heute ist mein Tag: Valentinstag! Viele sagen: Es ist der Tag der Verliebten.
Ich aber sage: Es ist der Tag der Liebe.
Der Liebe, die gut tut. Der Liebe, die aufbaut. Der Liebe, die gesund macht.
Krank vor Liebe ist ja eine komische Liebe.
Warum sagen wir nicht: Gesund vor Liebe?
Und darum lade ich heute ein, darüber nachzudenken:

Wer tut mir gut – und wem tue ich gut?
Wer baut mich auf – und wen baue ich auf?
Wer hält mich im Gleichgewicht – und bei wem wirke ich ausgleichend?
Wie ist es mit der gesunden Balance aus Lieben und Geliebt-Werden?

Ein Tag, hoffentlich einer von vielen,
um bewusst „Danke!“ zu sagen, denen, die wir lieben.
Letztlich ist es der liebende Blick mit dem Jesus geheilt hat.
Durch all die Jahrhunderte hindurch schaut dieser Blick auf uns Menschen,
auf mich, den Heiligen Valentin, und auf Dich und Sie am Telefon.

Liedruf: Misericordias Domini

Schlussgedanke

Danke, Ihr Drei, dass Ihr heute in unserem Telefongottesdienst zu Gast seid!
Euch Dreien, Dir, dem Geheilten, Dir, dem Fastnachtsfan,
und Dir, Valentin von Terni, ist ja eines gemeinsam:
Der Blick, mit dem Jesus, mit dem Gott uns Menschen anschaut,
dieser Blick geht Euch nicht mehr aus dem Kopf.
Ich danke Euch für diesen Blick.

Denn mir wird klar:
Wie viel versöhnter, froher, heiler könnte die Welt sein,
könnte ich sein,
mit diesem Blick auf mir und meinem Leben. Amen.

Fürbitten

Wir wollen Fürbitte halten.

Herr, Jesus Christus, du bist gekommen, zu heilen, aufzubauen und aufzurichten.
Du hast Menschen angeschaut und sie heil und froh und zuversichtlich gemacht.
So bitten wir Dich:

Für die zahllosen Menschen auf der ganzen Welt, die krank sind und Hilfe brauchen:
Für alle, die sie anschauen und ihnen helfen.

Jesus, du Heiland der Welt: Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle, die verliebt sind und nach Formen suchen, das auszudrücken und zu zeigen.
Für alle, die sich nach Liebe und Zuneigung sehnen.

Jesus, du Heiland der Welt: Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle, die sich auf Karneval, Fasching oder Fastnacht gefreut haben.
Für alle, die nach neuen Formen suchen, Lebensfreude zu spüren und zu teilen.

Jesus, du Heiland der Welt: Wir bitten dich, erhöre uns.

Für die Menschen, die weltweit forschen und daran arbeiten,
dass Krankheiten und Seuchen geheilt werden können oder gar nicht erst ausbrechen:
Für alle, die mit ihrer Arbeit und ihrem Forschen Menschen heilen können.

Jesus, du Heiland der Welt: Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir bitten für unsere Verstorbenen, und für alle Menschen, die aufs Sterben zugehen:
Für alle, die ihnen verbunden sind und bleiben.

Jesus, du Heiland der Welt: Wir bitten dich, erhöre uns.

Herr, du weißt, was wir brauchen.
Du kennst und hörst die Anliegen im Herzen, am Telefon, beim Homeoffice und im Krankenbett.
Dafür danken wir dir, jetzt und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Vater Unser

„Dein Wille geschehe“, so beten wir gleich im Vater Unser.
Gottes Wille geschieht dann, wenn alles gut wird und heil und ganz.
Ein schönes Bild, das uns das „Vater unser“ da malt:
Es gibt täglich Brot, es gibt Versöhnung statt Schuldigern,
am Ende siegt das Gute über das Böse.

Lassen wir uns diese Hoffnung neu uns Herz pflanzen
von unseren Kindern, für die und mit denen wir glauben:
Alles wird gut: Dein Reich komme:

Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme,
dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit.
Amen.

Friedensgruß

Es ist ein guter Brauch geworden, an einer Stelle im Gottesdienst
die Mikrofone an den Telefonen zu öffnen
und so voneinander hören zu können,
die Stimmen der anderen, gute Wünsche, Frieden für alle,
und zwischen den Zeilen: Miteinander, Verbundensein, Nähe,
geteilte Hoffnung.

Auch heute könnt Ihr alle dabei sein:
Öffnet Euer Mikro am Telefon mit der Tastenkombination aus
der Taste * (Sternchen) und der Taste mit der Zahl 6.
Heute am Fastnachtssonntag: Ruft Euren Wunsch ins Telefon,
Euren Friedensgruß, einen lieben Gruß an die andern
oder auch den Ruf, den man bei Euch an Karneval, an Fassenacht ruft:
Helau und Alaaf und: Der Friede sei mit Euch!

Überleitung

Danke für diese Worte und Wünsche,
für dieses Aufeinander-Zu-Gehen auf diese ganz andere Art in diesem Gottesdienst.
Bitten wir nun um die Kraft, diesen Wünschen Taten und Schritte folgen zu lassen,
mit dem Lied:
„Lass uns in Deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun!“

Meditation

Die nötigen Schritte tun, das können wir, wenn ein wohlwollender Blick uns begleitet.
Lassen wir uns für solche Blicke sensibilisieren in unserem Schlussgedanken:

Ein offener Blick in die Augen – jemand meint mich.
Ein aufmunterndes Zwinkern – und ich fühle mich freier.
Ein verstehendes Schauen – ich werde ernst genommen.
Ein Blick aus leuchtenden Augen – und ich spüre Zuneigung.
Ein kummervoller Ausdruck – und ich fühle mich umsorgt.
Ein Blick, der auf mir ruht – und ich komme zur Ruhe.
Ein herzlicher Blick – und ich fühle mich auch ohne Umarmung wie umarmt.
Augen-Blicke, die mich berühren: Ich bin geliebt.

Wochenwitz

Stellt Euch vor, es ist strahlender Sonnenschein, blauer Himmel,
die Mosel schimmert und reflektiert die Sonnenstrahlen ...
Eine Moselanerin sitzt am Moselufer auf einer Bank und schaut auf „ihre Mosel“.
Da setzt sich Gott neben sie und tut es ihr gleich.

Er atmet tief ein. Er hält sein Gesicht in die Sonne.
Er genießt den Ausblick. Er kann ein wohliges Seufzen nicht unterdrücken.
Es ist ihm anzumerken: Er fühlt sich wohl.
Nach einer Weile traut sich die Moselanerin und fragt:

„Mein Gott, was machst Du denn hier bei uns an der Mosel?“
Und Gott antwortet:
„Homeoffice, meine Liebe, Homeoffice...“

Impuls in die neue Woche

Der Geheilte, der Fastnachtler und Valentin von Terni,
sie waren ganz angetan, dass sie angesehen sind, Ansehen haben von Gott her.
Dieser Blick von Gott her hat sie verwandelt, hat sie aufgebaut.

Machen wir uns das in unserem Alltag zwischendurch ruhig einmal klar,
dass Gott ja auch uns genau so anschaut:
aufmunternd, zutrauend, aufbauend, heilend.
Was löst dieser Blick in mir aus?

Segen

Lassen wir uns dazu von Gott segnen und senden:

Herr, wir bitten: Komm und segne uns;
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
So segne und stärke uns mit seiner Liebe und mit seiner Nähe,
mit seiner Fürsorge und mit seiner Kraft der gute Gott:
+ der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Schluss

Gehet hin in Frieden.

Einen schönen Sonntag, eine gute, eine gesunde neue Wochen allen!