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Gottesdienste

auf der Marienburg

Erster Advent

Telefongottesdienst vom 29. November 2020

Herzlich Willkommen beim Telefongottesdienst.

Wir feiern heute gemeinsam Eucharistie per Telefon von euch zu Hause aus. Wir werden ca. eine Stunde zusammen feiern.

Ankomm-Meditation

Wir beginnen heute gemeinsam den Advent 2020. In diesen Wochen wird uns der Begriff „LICHTBRINGER“ begleiten. Ein Lichtbringer für diese Zeit ist der Adventskranz. Vielleicht könnt ihr euch zu Hause an einem Adventskranz erfreuen oder erinnert euch daran, wo ihr zuletzt einen solchen Lichtbringer gesehen habt.

Adventskränze helfen uns, diese Zeit besser zu verstehen.

Ursprünglich waren sie rund und mit schlichen grünen Zweigen gebunden.
Die runde Form erinnert an den Kreislauf des Lebens.
Alles hat seinen Anfang,
    nimmt seinen Lauf über Jahre hinweg
    und findet seinen Abschluss.
So wie im Kreis Anfang und Ende in eins fallen,
so ist es auch mit unserem Leben:
    Wir kommen von Gott und kehren zu ihm zurück.
    Niemand geht verloren,
    alle, gehören wir in Gottes Hand.

Die vier Kerzen helfen uns die Zeit abzumessen.
Sie sind unsere Zählhilfe, geben uns Orientierung und bereiten uns vor.
Nach und nach wird eine Kerze nach der anderen entzündet.
Licht, Wärme und Zuversicht nehmen zu.
Das Leben wird immer stärker, kräftiger und gefühlvoller.
Wir kommen so in die Begegnung mit Gott.
Die Lichter erinnern an ihm, von dem wir sagen:
Christus, ist das Licht der Welt.

Die grünen Zweige, aus denen der Kranz gebunden ist,
stehen für das Leben.
Die Farbe Grün steht für Wachstum, Leben und Vorankommen.
In unser eigenes Leben sind Erfahrungen von Wachstum, Leben und Vorankommen eingebunden.
Das können z.B. die eigenen Kinder sein,
die uns an die Fortsetzung des Lebens erinnern.
Das können gelungene Partnerschaften sein,     
    auf die wir uns verlassen können.
Das können Entscheidungen sein,
    die uns mehr Lebendigkeit und Gleichheit versprechen.

Mittlerweile gibt es die Adventskränze in allerlei Formen und allerlei Gestaltung:
Sie können eckig sein oder als einzelne Laternen gestaltet sein.
Sie tragen manchmal schon die Pracht von Weihnachten
oder werden bewusst einfach gehalten.
Egal wie euer Adventskranz aussieht, die ursprüngliche Bedeutung behält er:
Er hilft uns das Leben besser zu verstehen;
es über unsere Lebenszeit hinweg anzunehmen
und der Adventskranz stärkt unser Vertrauen,
dass Gott mit uns auf dem Weg ist.

Zu Beginn der Adventszeit wollen wir die Kränze segnen und Gott bitten, dass er uns immer wieder ein Licht schenkt und uns selbst zu Lichtbringern für unsere Mitmenschen macht.

Wir wollen Gott für seine Liebe zu uns danken und ihn als Schöpfer der Welt loben. Auf den Anrufungen „Wir loben dich“ könnt ihr mit „Wir preisen dich“ antworten.

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott.
Du hast alles erschaffen, denn du bist die Liebe und der Quell des Lebens.
Wir loben dich.

Wir preisen dich.

In deinem Sohn schenkst du uns Licht und Leben.
Wir loben dich.

Wir preisen dich.

Der Geist erleuchtet unsere Herzen, damit wir erkennen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.
Wir loben dich

Wir preisen dich.

Wir danken dir, Herr, unser Gott. Du schenkst uns die Freude des Advents. Voll Hoffnung und Zuversicht erwarten wir das Fest der Geburt deines Sohnes Jesus Christus. Er ist unser Lichtbringer, das Licht der Welt. Segne die Kränze, um die wir uns im Advent versammeln. Segne die Kerzen. Sie erinnern uns an Jesus, der allen Menschen licht sein will. Und wie das Licht der Kerzen immer heller wird, so lass uns immer mehr dich und die Nächsten lieben. Darum bitten wir, durch ihn, Christus, unseren Herrn. Amen.

Mk 13, 24-37

Evangelium

Der Herr sei mit euch.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus
Jesus sprach zu seinen Jüngern:

In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen;
die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen.
Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.

Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.
Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht.
Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.

Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.
Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.
Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.
Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus.

Fürbitten

Wir wollen die Fürbitten sprechen und Gott bitten:

Herr, ruhe nicht bis du am Ziel bist:
Wir beten für alle, die in diesen Tagen die Adventszeit beginnen.
Für alle, die erschöpft sind und sich Gott Kraft und Ruhe erhoffen.
Für alle, die sich zurzeit mehr von ihren Kirchen erhoffen
und für alle, die sich nach ihren Kräften und Möglichkeiten
für andere bringen.

Gott, du Licht der Welt.

Herr, ruhe nicht bis du am Ziel bist:
Wir beten für alle Menschen, die auf der Flucht sind.
Für alle, die sich nur schwer oder gar nicht
in die Lage der Flüchtlinge hineinversetzen können.
Für den Freiwilligendienst SoFiA aus unserem Bistum und alle Freiwilligendienste,
deren Aufgabe es ist, jungen Menschen die Erfahrung eines
sozialen Auslandsdienstes zu ermöglichen.

Gott, du Licht der Welt.

Herr, ruhe nicht bist du am Ziel bist:
Wir beten für alle jungen Menschen,
die Angst vor der Schule oder in der Ausbildung haben.
Für alle, die Gewalt erleiden
in ihrem zu Hause, auf öffentlichen Plätzen, im Internet oder an versteckten Orten.
Für die Frauenhäuser und alle Hilfsdienste,
die Frauen und Kinder dabei unterstützen der Gewalt zu entkommen.

Gott, du Licht der Welt.

Herr, ruhe nicht bist du am Ziel bist:
Wir beten für alle Menschen,
die ihre Angehörigen und Freunde nicht in dem Maß
im Krankenhaus besuchen können, wie sie wollten.
Für alle Kranken und für alle, die sie pflegen, versorgen und unterstützen.
Für alle, deren Existenz durch die Corona-Pandemie bedroht ist.

Gott, du Licht der Welt.

Herr, ruhe nicht bis zu am Ziel bist.
Ich möchte euch einladen,
    für die Menschen zu beten und an sie zu denken, die euch fehlen.
    für die, denen es zurzeit nicht gut geht.
    für die, die gerade etwas Schönes und Gutes erleben.

Gott, du Licht der Welt.

Allmächtiger und guter Gott, erhöre unsere Bitten, die wir laut und leise gesprochen haben. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Vater Unser

Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme,
dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit.
Amen.

Meditation

Die erste Kerze, die wir anzünden
Die Tage werden kürzer und kälter.
Die erste Kerze, die wir anzünden,
gibt Antwort auf unsere Sehnsucht nach Wärme und Licht.

Ihre Flamme ist wie ein Versprechen, dass Finsternis und Kälte
nicht das letzte Wort haben werden.
Ihr Schein spiegelt sich in unserem Herzen.

Sie flackert, ein Lufthauch kann sie auslöschen.
Doch ihr Licht schenkt unserem Leben Hoffnung,
und wir beginnen zu ahnen, dass Weihnachten mehr ist
als ein Termin in unserem Kalender.

Ich möchte in mir ein Licht entzünden,
möchte zur Flamme werden,
zum Feuer, das Wärme gibt,
zum Licht, das Zuversicht schenkt.

Entnommen: Arbeitshilfe des Dekanates Wittlich „Kleine Lichtbringer für die kommenden Wochen“, 25.11.2020, Verfasser/in unbekannt.

Schlussgebet

Gott,
Dein Licht
wärme mich
in kalten Zeiten

Dein Licht
wecke mich
aus Schläfrigkeit

Dein Licht
durchflute mich
wenn ich liebe

Dein Licht
trage mich
wenn ich falle

Dein Licht
begleite mich
nach Hause
Amen.

Leicht verändert nach: Claudia Nietsch-Ochs

Wochenimpuls

Wir schlagen euch heute zwei Impulse vor:

1. Achtet in der kommenden Woche auf die „Lichtbringer“ in eurer Umgebung. Wer oder was gibt euch Orientierung, Kraft oder Zuversicht? Und achtet darauf, wo ihr für andere eine Lichtbringerin, ein Lichtbringer wart.

2. Auf unserer Homepage www.jugend-marienburg.de findet ihr viele unserer Angebote. Schau doch da noch mal nach, ob euch etwas zusagt. Schickt uns eure Ideen für die Advents- und Weihnachtskollekte. Vielleicht könnt ihr auch einen Besuch in der Kirche auf der Marienburg einplanen.

Segen

Der Segen wird heute wieder von Philipp gesprochen. Philipp ist 8 Jahre alt.
Bevor Philipp den Segen spricht, stellt euch die Personen vor mit denen ihr den Segen teilen wollt.

Wer sind diese Menschen:
Aus euren Familien, euren Freundeskreisen?
von eurer Arbeit, der Nachbarschaft?
denen ihr bei euren täglichen Besorgungen begegnet?
Menschen aus anderen Ländern oder von anderen Kontinenten?
Nehmt euch einen Moment Zeit, sie euch vorzustellen.

Gottes Segen lässt sich nicht begrenzen oder aufbrauchen; er reicht für alle.

Lieber Philipp, bitte sprich den Segen.

Guter Gott,
du bist für uns da.
Du lebst mit uns
und kümmerst dich um uns.

Wir bitten dich um deinen Segen!
Segne alle Menschen und die ganze Welt:
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gehet hin in Frieden.

Einen schönen Sonntag und eine gute neue Woche.